IT in der Geschäftswelt

Wer ist den hier der Kunde?

In zahlreichen Projekten und Situationen, in den ich als Berater tätig war, fiel mir die Tendenz innerhalb der IT auf, sich aus strategischer Sicht ein Stück weit vom Rest des Unternehmen zu distanzieren. Insbesondere fiel diese Tendenz auf, wenn die IT als ein Teil des Unternehmens integriert war.
Es wirkte, als hätte die IT eine gewisse Scheu vor der Ihren Kunden, den Fachbereichen.

Sätze wie: „Wir können doch nicht alle Wünsche jedes Mitarbeiters im Haus berücksichtigen“, oder „Wir haben mit dem Tagesgeschäft schon so viel zu tun, da können wir nicht Alles übernehmen.“ waren bislang keine Seltenheit.

Ein Beispiel aus der Praxis

Bei einem meiner Kunden wurden neue Notebooks beschafft. Die Auswahl wurde ohne Rückfrage im Haus durchgeführt. Einzige ergonomische Kriterien waren das Gewicht und Größe des Gerätes.

Ziel war es, damit die Mitarbeiter zu auszustatten, die eine mobilen Arbeitsplatz benötigen. Ausgewählt wurde ein 12″ – Gerät mit einer hohen Grafik-Auflösung. Weitere Geräte wurden mit dem Hinweis, das die Vielfalt eingedämmt werden solle, nicht in das Portfolio aufgenommen.

Natürlich gibt es Mitarbeiter, die mit einem solchen Notebook durchaus glücklich sind. Brillenträger wie ich jedoch wissen, das ein solches Gerät die tägliche Arbeit eher behindern kann. Die Belastung der Augen kann schlechtesten Fall zu einer weiteren Verminderung der Sehleistung führen.

Darauf aufmerksam gemacht, wurde mir bedeutet, das man zum Notebook ja ohne Weiteres einen, sogar zwei große Monitore haben kann. Das ist ja toll und schont die Augen. Aber dann ist die Mobilität soweit eingeschränkt, das ein Notebook keinen Sinn mehr macht.

Die Fachbereiche sind die Kunden der IT

Ich bin der Auffassung, das die Fachbereiche eines Unternehmens, die von der IT bedient werden, auch als Kunden im engen Sinne zu verstehen sind. Darum sind Sie auch in alle Entscheidung, die sie unmittelbar betreffen, einzubeziehen.

IT ist kein Selbstzweck, sondern sie dient einzig und allein dem Wohl des Unternehmens und der Mitarbeiter.

Übrigens: Kunden bezahlen in der Regel die Leistungen, die sie in Anspruch nehmen.

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